HorseAir - die mobile Salzkammer für Pferde am Niederrhein


Warum ist die Größe der vernebelten Partikel wichtig?

Die eingeatmete Luft gelangt über den Kehlkopf in die Luftröhre. Diese ist ca. einen Meter lang, hat einen Durchmesser von ca. 5 cm und verläuft in etwa bis zum 4. Brustwirbel. Am Ende teilt sich die Luftröhre in zwei Bronchienäste auf, die in je eine Lungenhälfte führen. Die linke Lungenhälfte ist aufgrund der Lage des Herzens etwas kleiner als die rechte. Die Lunge selbst besteht aus schwammartigem und elastischem Gewebe, hat ungefähr eine Oberflächengröße von 6700 qm und dehnt sich beim ein- und ausatmen aus bzw. wieder zusammen. Ihre Elastizität ist also von entscheidender Bedeutung für einen guten Sauerstoffaustausch.


 


Die Bronchien teilen sich immer weiter auf, wie die Äste eines Baumes bis am Ende nur noch ganz kleine winzige luftgefüllte Lungenbläschen, die sogenannten Alveolen, zu finden sind. Dort findet dann der so wichtige Gasaustausch statt. Beim Einatmen wird das Blut mit Sauerstoff (O 2) angereichert und beim Ausatmen wird Kohlendioxid (CO 2) dem Blut entzogen und ausgeatmet. Dieser komplexe Vorgang wird Gasaustausch genannt.



              


Um nun diese kleinsten Lungenbläschen zu erreichen, muss die eingeatmete Sole sehr klein zerstäubt und vernebelt werden. Um dies besser zu verstehen, nachfolgend eine Tabelle, aus der ersichtbar ist, wie groß die Partikel an welcher Stelle des Atmungstraktes sind:


Tröpfchengröße bzw. Partikelgröße

Wirkort

>30

Mund, Nase, Luftröhre

10 - 25

Luftröhre, große Bronchien

3 - 6

mittlere bis kleine Bronchien

1 - 3

kleinste Bronchien, Alveolen

Das hier verwendete Gerät HippoSal zerstäubt und vernebelt bis zu einer Größe von 0,5 - 5µm (nur Ultraschall-Geräte können in solch kleine Teilchen zerstäuben).


Warum ist die Vernebelungsleistung des Gerätes wichtig?

Die Atemfrequenz bei einem Pferd liegt in der Ruhe bei 10-18 Atemzügen pro Minute. Bei Belastungen oder auch erhöhter Körpertemperatur kann diese auf bis zu 240 / Min. steigen. Ein gesundes Pferd hat etwa 16 Atemzüge pro Minute bei einem Herzschlag von ca. 32 Schlägen pro Minute.

Der Mensch hat geschätzte 300 Millionen Lungenbläschen (Alveolen), die eine Oberfläche von ca. 160 qm ergeben. Die geschätzte Zahl der Alveolen beim Pferd liegt bei 750 Millionen, also ungefähr so groß wie ein Fußballfeld. Mit diesen Lungenbläschen und bei freier Atmung und Atemwegen kann das Pferd z.B. im Galopp bis zu 1800 Liter Luft pro Minute einatmen. Durch die Lungengefäße werden ca. 300 Liter Blut pro Minute gepumpt und ca. 70 Liter Sauerstoff zu den Muskeln gebracht.

Nun wird auch deutlich, warum ein gutes Inhalationsgerät einen möglichst großen Air flow (Luftausstoß) haben sollte. Der von mir verwendete HippoSal – Ultraschallvernebler vereint alle drei wichtigen Funktionen und ist somit eines der leistungsstärksten Geräte auf dem Markt:

1.     Es hat einen Luftausstoß (Air flow) von 20 Litern pro Minute (d.h. wieviel Luft kann das Gerät pro Minute durch das Gerät strömen lassen)

2.     Die Aerosol-Konzentration liegt bei 110 ml pro Stunde (d.h. wieviel Salzsole kann das Gerät vernebeln. Manche Geräte vernebeln nur mit 20 ml/ Stunde).

3.     Der HippoSal vernebelt bis zu einer Größe von 0,5 - 5µm (d.h. wie weit kann das Aerosol in die Lungen gelangen – in diesem Fall bis zu den Alveolen).

Wenn nun die oberen Atemwege, die Bronchien und / oder die Lungen entzündet sind, ein akuter Infekt oder sogar chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (z.B. Asthma, Dämpfigkeit, COB, Allergien) diagnostiziert sind, dann kann der Gasaustausch nicht mehr zu 100% stattfinden, da der abgelagerte Schleim den Gasaustausch verhindert. Folglich kommt es dann reflektorisch zum Krampf in den Lungenbläschen und zu Atemnot.


Was bewirkt die Inhalation in der mobilen Salzkammer?

Durch das Einatmen der salzhaltigen Luft in der salinen Rauminhalation kommt es zur Befeuchtung und Durchblutung der Atemwegsschleimhäute, welches zur Reinigung der Bronchien und Lunge führen kann. Dort abgelagertes Sekret verändert sich, weil das inhalierte Wasser sowie das Salz in den Schleim eindringen und die Strukturen ‚aufbrechen‘ können. Dies geschieht aufgrund des osmotischen Drucks, der durch das Salz verursacht wird. Durch diesen Prozess ist es oftmals möglich, 

  • den zähen Schleim zu verflüssigen,
  • die Schlagfrequenz der in der Schleimhaut befindlichen Flimmerhärchen wieder ansteigen zu lassen, wodurch der Abtransport des abgelagerten Schleimes sowie Fremdstoffe und Krankheitserreger stattfinden kann.


Warum in der Solekammer inhalieren im Gegensatz zur Inhalation mit einem Inhalator?

Der wichtigste Unterschied ist, dass in der Rauminhalation eine wesentlich höhere Solekonzentration vernebelt werden kann (6 - 8%, max. 10%) im Gegensatz zu den gängigen Inhalatoren (max. 3%). Warum ist das interessant? Je höher die vernebelte Solekonzentration ist desto schneller schwellen die Schleimhäute ab, wie wir sehen verflüssigt sich der Schleim und kann meistens abtransportiert werden. Den Abfluss des Schleimes kann man schon nach 10-15 Minuten Inhalation beobachten.

Die Anwendung der salinen Rauminhalation wirkt sich zudem unspezifisch positiv auf das Wohlbefinden des Pferdes aus – aber das kennen Sie bestimmt selbst von Aufenthalten an der Nord- oder Ostsee!

Hier noch einmal zusammen gefasst die Vorteile einer Rauminhalation:

Vorteile:

  • Höhere Wirksamkeit durch die Ultraschallverneblung der Salzsole, sodass auch die kleinsten Lungenalveolen, im Gegensatz zum Inhalieren mit Atemmasken, erreicht werden können
  • Die vernebelte Luft wird angewärmt – sodass es im Winter angenehm ist, zu inhalieren!
  • Keine Verwendung von Atemmasken - das Pferd kann ganz normal atmen und entspannt Heu fressen während es inhaliert.
  • Behandlung ist auch für Sportpferde sehr gut, da sie      dopingfrei ist und keine Wartezeit (wie z.B. bei Medikamenten) nach der Behandlung zur Folge hat.
  • Lokale Behandlung bis zu 2x täglich, kostengünstig am eigenen Stall
  • Bonus: Sie können ebenfalls von der Salzkammer profitieren - stellen Sie sich zu Ihrem Pferd in den Anhänger und spüren Sie selbst die Wirkung der vernebelten Salzsole!
  • „Für mich aber den größten Vorteil der Halotherapie stellt der chemie/medikamentenfreie Aspekt dar. Viele Pferdebesitzer sind auf Medikamente wie Ventipulmin, Cortison, Salbutamol, usw. angewiesen. Alles Mittel, die gegebenenfalls sogar das Immunsystem unterdrücken können, die Herzfrequenz und den Puls in die Höhe treiben, vermehrt Hormone ausschütten lassen, die dann die Zuckerbereitstellung im Körper erhöhen, was zu Diabetes, Blindheit und Hufrehe führen kann. Diese Medikamente aktivieren das komplette Stresssystem, das eigentlich nur dazu gedacht ist über kurze Zeit ein „Fight-or-Flight“ (Flucht oder Kämpfen) Zustand auszulösen. (Sarah Müller-Güngör, Geschäftsinhaberin Fa. Pegasalt).


Indikationen:

  • Husten
  • Dämpfigkeit
  • Entzündungen obere und untere Atemwege
  • Akute und chronische Infekte, Erkältungen, Schnupfen
  • Asthma bronchiale
  • Tief- und festsitzender Schleim
  • Lungenentzündungen
  • Allergien
  • Infektionen von Bronchien, Lunge, Rachen, Nase, Nasennebenhöhlen
  • Hautinfekten wie Ekzemen (z.B. Sommerekzem), Mauke oder Schuppenflechte      
  • Immunsystemstörungen
  • Schlappheit/ Leistungsabfall
  • Optimierung der Leistungsfähigkeit
  • Vorbeugend oder zur Erholung nach anstrengenden Phasen
  • Reinigung der Atemwege, Stärkung von Lunge und Immunsystem, Anregung des Stoffwechsels und der Hautfunktion


Art und Dauer der Behandlung:

  • Die Pferde inhalieren in der Salzkammer ca. 30 - 45 Minuten. Dabei können sie ein Heunetz zur Beschäftigung in den Pferdeanhänger hängen. Während dieser Zeit atmen die Pferde automatisch die vernebelte Salzluft ein.
  • Je nach Erkrankung des Pferdes kann es 2x täglich ca.30 - 45 Minuten inhalieren.
  • Nach der Behandlung sollte das Pferd gut bewegt werden, damit die Lungen gut durchblutet und mit Sauerstoff geflutet werden. So kann sich gelöster Schleim durch z.B. abhusten lösen. Bitte achten Sie darauf, kein Reithalfter anzulegen, damit das Pferd beim Husten das Maul öffnen kann.
  • Es können immer zwei Pferde gleichzeitig inhalieren. Sie müssen sich nur vertragen!
  • Während der Behandlung wird der feine Salznebel in den Anhänger geleitet, eine Frischluftzufuhr ist durch den Salzgenerator gegeben. Zudem wird die Luft durch einen Bakterienfilter gereinigt. Das Klima ist zu 99,8 % antibakteriell, dadurch besteht keine Ansteckungsgefahr.
  • Um eine optimale Wirkung erzielen zu können, empfiehlt sich eine Initialkur von einer 7-10 Tagen, mit einer Sitzung von 45 Minuten pro Tag. Je nach Schweregrad der Erkrankung kann auch eine längere Kur erfolgen oder die Intensität auf zweimal täglich erhöht werden. Bei Pferden, die als austherapiert gelten, empfiehlt sich eine zwei- bis vierwöchige Kur mit täglicher Behandlung
  • Ein erkranktes Pferd sollten Sie vor einer eigenen Behandlung jedoch immer einem Tierarzt vorstellen. Konsultieren Sie zur konkreten Diagnose und Therapiemöglichkeit von Atemwegserkrankungen bitte ausschließlich Ihren Fachtierarzt für Pferde bzw. Ihre Pferdeklinik!


Eine Behandlung mit der mobilen Salzkammer zählt zu den alternativen Behandlungsmethoden und ist nicht der wissenschaftlich evidenzbasierten Schulmedizin zu zuordnen. Valide wissenschaftliche Studien zum Beweis der Wirkung und Wirksamkeit liegen nicht vor. Die Inhalationen können zur Prophylaxe und zur Unterstützung im Krankheitsfall durchgeführt werden – bitte beachten Sie jedoch, dass sie keine ärztliche oder schulmedizinische Behandlung ersetzt. Sie kann jedoch unterstützend und ergänzend eingesetzt werden. Ein Heilversprechen können und wollen wir nicht machen.